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Herzkreislauf

Herzkreislauferkrankungen stehenin der Schweiz an zweiter Stelle in Bezug auf den Verlust an Lebensjahren. Immer neuere diagnostische und therapeutische Massnahmen sind verfügbar. Neue weniger invasive Verfahren erlauben Eingriffe bis ins hohe Alter. Selbstverständlich muss der Mitteleinsatz gerade im höheren Lebensalter intelligent geschehen. Basistherapie ist und bleibt eine gesunde Lebensweise, die in unserer zeitverdichteten Lebensweise eine Herausforderung darstellt.

Ultraschall

Die Ultraschalldiagnostik ist heute ein unverzichtbares Instrument für die tägliche Arbeit des Praxisinternisten. Für den optimalen Einsatz braucht es eine strukturierte Ausbildung, eine permanente Weiterbildung und jahrelange Erfahrung. Auch im Notfall leistet der Ultraschall wertvolle Dienste: innert Minuten können viele klinische Fragestellungen rasch beantwortet und die Weichen richtig gestellt werden.

Rheuma

Unsere Falten erinnern uns daran, dass wir unweigerlich älter werden, das gilt auch für unsere Gelenke. Das Ausmass hängt von der Veranlagung und der Belastung ab. Nicht jede Arthrose muss zwingend medizinisch behandelt werden. Regelmässige Bewegung schützt den Knorpel und lindert Beschwerden. Zu den konservativen Therapiemassnahmen zählen mitunter die Physiotherapie, Spritzen (sogenannte Infiltrationen), "Knorpelnahrung" und entzündungshemmende Medikamente, womit längere beschwerdefreie oder -arme Phasen erreicht werden, eine Operation vermieden oder zumindest lange hinausgezögert werden. Nebst dem Abnutzungsrheuma gibt es die primär entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, bei denen eine überschiessende Reaktion vom Immunsystem die Ursache ist. Der bekannteste Vertreter aus dieser Gruppe ist die rheumatoide Polyarthritis. Mit einer Basistherapie kann die entzündliche Aktivität eingedämmt werden kann, im Idealfall sogar vollständig. Daneben gibt es die durch Kristallablagerung bedingte Gelenkentzündung, wie z.B. Gicht und die Pseudogicht.

Die Wirkung bzw. der Effekt von Arzneimitteln wird häufig überschätzt, mitunter auch von der Ärzteschaft. Viele Medikamente haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Mit jedem zusätzlichen Medikament steigt das Risiko für gefährliche Wechselwirkungen. Deshalb wäre es wichtig, bei jeder Verordnung das Verhältnis von Nutzen und Risiko sorgsam zu prüfen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten müssen beachtet werden. Und selbst wenn die Leitlinien eine Medikation empfehlen, darf man sich dagegen entscheiden - aus welchen Gründen auch immer. Die Erfahrung zeigt, dass diesen Aspekten aus Zeitgründen kaum Beachtung geschenkt wird. Praxen, die Patienten im Minutentakt durchschleusen, haben weder Zeit zum Zuhören noch zum Reflektieren. Falsche Anreizsystemen unterstützen die Fliessbandmedizin mit allen potentiellen Risiken, die letztlich der Patient zu tragen hat.